75 Jahre St. Sebastian - Schützenbruderschaft Salwey



Geschichte der Schützenbruderschaft

1922 In der heute, 5. Juni 1922, abgehaltenen Generalversammlung, zu der ordnungsgemäß geladen war, wurde die Gründung der Schützenbruderschaft Salwey beschlossen.
Das erste Schützenfest soll am Montag, den 31. Juli im Anschluß an das Feuerwehrverbandsfest im Vereinshaus des Männergesangvereins zu Niedersalwey gefeiert werden.

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1923 Es wird beschlossen, in Anbetracht der schwierigen Zeitverhältnisse durch die Ruhrbesetzung, in diesem Jahr kein Schützenfest zu feiern.
Der Jahresbeitrag für 1923 wird auf 100,- M festgestzt.

1924 Das Schützenfest soll 2 Tage gefeiert werden und zwar mit Freibier.
Der Gelagsbeitragbeträgt je Schützenbruder 10,- M . Gehalten wird Ritterbier.
Die Küche übernimmt Anton Tönnesmann für einen Pachtpreis von 50,- M.


1925 Die Ausführung der Musik zum Schützenfest wird der Kapelle Wichmann aus Ostentrop zum Preis von 320,- M übertragen.
Die Bierlieferung wird dem Bierverleger Bender übertragen. (Preis 40,- M pro hl und 100 ltr. Freibier.)

1926 Das Schützenfest wird am Montag und Dienstag gefeiert. Der Vogel wird Samstag Abend aufgesetzt. Das Fest soll bei Freibier gefeiert werden.
Antialkoholiker zahlen 2,- M Gelagsbeitrag für beide Tage. Mitglieder, die 3 Söhne beim Verein haben sind Gelagsfrei.
Der Verein beschließt die Anschaffung einer neuen Fahne im Wert von 600 - 700,- M.

1927 Das Schützenfest soll als Freibierfest am Mittwoch, den 29. und Donnerstag, den 30. Juni gefeiert werden.
Mit 50 gegen 24 Stimmen wurde Veltins Pils gewählt.

1928 Das Schützenfest soll wie alljährlich auf Peter und Paul als erster Schützenfesttag gefeiert werden. Das Bier wird durch den Bierverleger Rhode aus Obersalwey geliefert.

1929 Wegen Anschaffung von Kappen oder Hüten verhandelt der Schützenhauptmann mit dem billigsten und vorteilhaftesten Geschäften und legt in der nächsten Versammlung Muster vor. Auf der Generalversammlung wird beschlossen einen Hut anzuschaffen.
Die Schänke am Schützenfest ist an Fritz Hönninger verpachtet.
Weit über 30,- RM sind zurück von sogenannten " Faulen Mitgliedern".

1930 Die Bierlieferung wird der Brauerei Veltins zum Schützenfest übertragen.
Die Schänke wird an Joh. Schulte jun. vergeben.
Der Tambourcorps Kückelheim kann gegen ein Eintrittsgeld von 8,- RM bei den Umzügen spielen.
Das Sparbuch der Sparkasse ist abhandengekommen.

1931 Die Musik am Schützenfest wird mit 13 Mann von der Wenholthauser Kapelle für 295,- RM und freie Verpflegung, sowie Getränke ausgeführt.
Das Tambourcorbs Kückelheim kann wieder gegen ein Eintrittsgeld von 10,- RM teilnehmen. Zur Einrichtung einer kleinen Halle sollen dem Schießverein die noch rückständigen 50,- RM verbleiben.

1932 Von dem Vogelaufsetzen des Festes sollen wegen der jetzigen Notzeit Abstand genommen werden. Um dem Sparsamkeitssinn Rechnung zu tragen, soll mit dem Ausschank des Bieres wirtschaftlich gearbeitet werden.
Die Schänke wurde dem Höchstbietenden, Herrn Peter Schulte, gen. Baumann zum Preis von 150,- RM vergeben.

1933 Mit Stimmenmehrheit wird beschlossen Veltins Exportbier zum Preis von 38,75 RM per hl. auf dem Feste zu führen. Die Bierschänke wird an Schulte- Baumann vergeben. Er hat per hl. 69,50 RM an die Bruderschaft abzuliefern.
Küche und Nebenschänke übernimmt der Höchstbietende Joh. Hermes N-Salwey.

1934 Bier und Nebenschänke wird an Wwe. Wiethoff - Sümmern Niedersalwey zum Preis von 185,- RM übergeben. Um Schießübungen innerhalb des Schützenvereins abhalten zu können, soll der Schießstand in Gruppen von 10 Mann in Ordnung gebracht werden.

1935 Es wurde beschlossen, daß jeder Schützenbruder am Fest teizunehmen hat. Nur wichtige Gründe entschuldigen. Die Lieferung des Bieres wurde Veltins übertragen. Das Höchstgebot des Bierausschanks wurde von Andreas Kebbekus abgegeben.

1936 Der Verein beteiligt sich am Bruderschießen in Brilon mit 5 Schützen. Der Wirtschaftsbetrieb zum diesjährigen Schützenfest wird für 580,- RM an Hoffmann - Woile übertragen. Musik wird ausgeführt vom Musikverein Schönholthausen. Über Mitglieder, welche den Festzug nicht mitmachen, soll eine Strafe verhängt werden.

1937 Die Satzung für den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen wird einstimmig angenommen. In Zukunft soll der Geck nicht mehr abgeschossen werden. Für unentschuldigtes Nichtteilnehmen der Schützenbrüder im Alter bis zu 60 Jahren an den Festzügen wird ein Strafgeld von 50 Pfg. je Unterlassung festgesetzt.
Die Schänke wird an Gastwirt Alfred Wiethoff mit 580,- vergeben. Diejenigen Mitglieder, welche am Vogelschießen teilnehmen wollen, mögen sich bis Sonntag, den 14. Juni bei Kebbekus melden, zwecks Anforderung der Schießkarte. Genemigung soll durch Anschlag erfolgen.

1938 Die Mehrzahl der erschienenen Mitglieder stimmte für Freibier zum diesjährigen Feste. Es soll dieserhalb der Antrag beim Landrat gestellt werden. Andere alkoholische Getränke sollen in der Halle nicht verabreicht werden. Die Schänke wurde Alfred Wiethoff Niedersalwey, zum Preis von 500,- RM übertragen.

1939 bis 1946 In diese Jahren findet wegen des Krieges kein Schützenfest statt. 1947 Am 6. 7. 1947 findet auf wunsch vieler Männer der Gemeinde und Pfarrvikar Vetter die Neugründung der Schutzenbruderschaft statt.

1. Brudermeister wird Josef Schulte (Muierwillm)

Die Versammlung war der Ansicht, daß die Not der Zeit für dieses Jahr ein Schützenfest verbietet.

1948 Die Tatsache, daß unser Schützenfest 9 Tage nach der Währungsreform in jeder Hinsicht ein voller Erfolg wurde, zeigt die tiefe Verwurzelung dieses Festes im Leben des Dorfes.
Die neue Satzung wird einstimmig angenommen.

1949 Einführung des neuen Präses, Herrn Pfarrvikar Walther Wahle.

1950 Das Vogelschießen soll mit Luftgewehr auf einen Kranz von elektrischen Birnen an denen der Vogel befestigt ist erfolgen.
Der König erhält 50,- DM Schußgeld.

1951 Da immer mehr Schützenbrüder dem Festzug fernbleiben, soll das Fernbleiben mit 2,- DM bestraft werden. Im Festzug sollen in Zukunft mit grünem Schmuck geschmückte Spazierstöcke mitgeführt werden.

1952 Die Schänke am Schützenfest wird an den Mindestfordernden Franz Tolle vergeben. Angeschafft wird Oeventroper Bier zum Wirtschaftspreis. Anstelle des versetzten Schriftführer, Lehrer Steub, wird Josef Reke zum Nachfolger gewählt.

1953 Am Schützenfest wird ein Reingewinn von 904,03 DM erziehlt. Hiervon werden 500,- DM für die Anschaffung von Schützenhüten zurückgelegt.

1954


Bis zum 15. Mai muß jeder Schützenbruder beim Schriftführer seine Kopfgröße angeben und den zu zahlenden Betrag von 8,- DM abliefern, damit die Hüte frühzeitig beschafft werden können.

1955 Mit Beginn des Jahres tritt die Bruderschaft dem Sauerländer Schützenbund bei.

1956 Für die Königskette soll ein Schild angeschafft werden, damit die Kette besser getragen werden kann.

1957 Das Schützenfest findet an drei Tagen statt.

1958 Der Gesangverein erhällt 1500,- DM Beitrag als Unterhaltungskosten für die Halle.

1959 Es wird besonders darauf hingewiesen, daß es die Pflicht eines jeden Schützenbruders ist, darauf zu achten, daß das Fest in bester Harmonie verläuft.

1960 Die Festmusik wird erstmals von der Musikkapelle Westenfeld ausgeführt.

1961 Auf der Generalversammlung wird des verstorbenen I. Brudermeisters Josef Schulte gedacht, der 15 Jahre lang die Bruderschaft geführt hat.
Johannes Hennecke wird zum I. Brudermeister gewählt.

1962 An der Vogelstange gibt es nur Flaschenbier.

1963 Es wurde beschlossen, daß die Vogelstange nach den gemachten Vorschlägen versetzt werden soll. Anton Schrage kann die alte Vogelstange abbrechen und an der neuen Stelle am Sportplatz aufstellen.

1964 Mit Mehrheit wurde dafür gestimmt, daß für die Gedenkstätte des verstorbenen Vikars Otto Günnewich 200,- DM gependet wird.

1971 1971 Die Mitgliederversammlung am 31.1. beschließt einstimmig unverzüglich mit den Vorbereitungen für den Hallenneubau zu beginnen, damit zum Jubiläumsfest 1972 das Bauvorhaben verwirklicht ist.
Die Bruderschaft nimmt am Bundesschützenfest in Menden teil.

1972 Vom 1. - 3. Juli findet das 50 jährliche Jubiläumsschützenfest statt. Es nehmen 12 Bruderschaften an dem Fest teil.
Adolf Habbel aus Cobbenrode wird einstimmig als Festwirt arrangiert.

1973 Das Amt des Geschäftsführers wird in Kassierer und Schriftführer aufgeteilt.

1974 Der Schützenvorplatz wird ausgebaut.

1975 15 neue Mitglieder treten der Bruderschaft bei.

1976 Ernst Hecking wird zum I. Brudermeister gewählt.

1977 Die Bruderschaft nimmt am 1 Gemeindeschützenfest in Bremke teil.

1978 Der Jahresbeitrag wird einstimmig auf 25,- DM angehoben.

1979 Der Vorstand bekommt grüne Uniformjacken.
Es wurde beschlossen, daß ab 1980 der Musikverein Endorf die Festmusik ausführen soll.

1980 Die Brauerei Veltins stiftet 1000,- DM für die Renovierung der Theke.

1981 Der Schankbetrieb am Schützenfest wird an Friedhelm Severin Sundern, auf Prozentbasis vergeben. Am 30. August findet in Salwey das Gemeinde- Schützenfest statt.

1982 Jubiläumsjahr (60 Jahre)
Die Anschaffung einer Königstafel wird beschlossen.
Frans - Josef Schmidt wird Schützenkaiser, Erich Schrage Gemeinde- schützenkönig in Wenholthausen.

1983 Es wurde beschlossen Küchenporzelan anzuschaffen.
Die Bruderschaft nimmt am Gemeindeschützenfest in Cobbenrode sowie am Bundesschützenfest in Körbecke teil.
Das Dach am Zwischenbau der Halle wird erneuert.

1984 Bei der Generalversammlung am 18. März wird Günter Schmidt zum I. Brudermeister gewählt. Alfons Gies-Fisch wird neuer Hauptmann.

1985 Die Eingangstür der Halle wird erneuert.

1986 Im linken Bereich der Halle wird ein Musikpodest errichtet.
Eine neue Heizung wird installiert. Auf Schützenfest wird erstmals ein Auto- Scooter aufgestellt.

1987 Es erfolgt die Übernahme von Teilbereichen des Schulgebäudes durch die Bruderschaft.
Willi Peitz wird Schützenkaiser.

1988 Umbau des Schulgebäudes in Küche, Speiseraum und Toilettenanlage.
Am 1 April verstirbt unser Ehrenbrudermeister Johannes Hennecke.

1989 Renovierungs - und Verschönerungsarbeiten wie Dachüberstand und Verkleidung im Bühnenberreich stehen an.
Die Musik am Schützenfest wird durch den Musikverein Amecke ausgeführt.

1990 Die in 1989 beschlossenen Baumaßnahmen werden durchgeführt.
Der Bierpreis auf Schützenfest wird auf 1,40 DM festgesetzt.

1991 Wegen des " Golf Krieg " fällt der traditionelle Preismaskenball aus.

1992 Der Thekenumbau wird abgeschlossen.
Hermann Schnettler wird Schützenkaiser.

1993 Das Schußgeld für den König wird auf 300,- DM erhöht.
Der Festzug am Schützefestmontag erfolgt wegen eines Wolkenbruchs nur als " Kleine Ehrenrunde. " Die Bruderschaft nimmt am 11. /12. September am Kreisschützenfest in Reiste teil.
Die neue Toilettenanlage wird in Betrieb genommen.

1994 Der Schank und Küchenbetrieb wechselt.
Der Schankbetrieb erfolgt erstmalig durch das Team Heinz Mette und Adi Schulz.
Der Küchenbetrieb wird durch die Fam. Bause Wenholthausen übernommen.
Am Schützenfestsonntag herschen Themperaturen von 35° C.
Um den Schützenkönig finanziell zu entlasten wird der Festablauf am Montag umgestalltet. Das Fest soll ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
Der Festzug entfällt.
Markus Schneider wird Gemeindeschützenkönig in Kückelheim.
Die Bühne wird in Verbindung mit dem MGV Eintracht Salwey umgestalltet.

1995 Der Jahresbeitrag wird auf 35,- DM erhöht.
Die Festmusik wird durch den Musikverein Bracht ausgeführt.
15 neue Mitglieder, hauptsächlich Jungschützen treten treten in die Bruderschaft ein.

1996

 

Josef Schmidt wird I. Brudermeister. Sein Vorgänger Günter Schmidt, der 12 Jahre die Bruderschaft geführt hat, wird zum Ehrenbrudermeister gewählt.
Das Dorferneuerungsprogramm beginnt mit der Errichtung einer Bruchsteinmauer im Bereich des Schützenplatzes.
Nach vielen Jahren findet wieder ein gut gelungener Schützenball statt.





Aus der Weltgeschichte

Gründungsjahr 1922

1. Januar Reichspräsident Friederich Ebert empfängt erstmals seit dem Krieg das Diplomatische Korps.

26. März Das 37. Fußballänderspiel endet mit 2 : 2 gegen die Schweiz.

24. Juni Reichsminister Walter Rathenau wird ermordet.

17. Juni Themperatursturz in Mitteleuropa.
Auf dem Feldberg und im höheren Schwarzwald liegt Schnee.

2. September Friederich Ebert erklärt das Deutschlandlied zur Nationalhymne.
Naturalien gelten als Zahlungsmittel.

27. November Frankreich kündigt die Bestzung des Ruhrgebiets an.

30. Dezember In Moskau wird die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken UDSSR gegründet.




Neugründung 1947

29. März Die Lebensmittelzuteilung in der Britischen Zone stagniert bei 1050 Kalorien pro Tag. Im Ruhrgebiet kommt es zu Demonstrationen der hungernden Arbeiter.

5. Juni Der Wiederaufbau Europas (Marschall Plan) läuft an.

15. Juli In Nürnberg beginnt der Prozeß gegen NS - Generäle.

10. August Heimkehrer aus der Sowjetunion sind völlig entkräftet.

20. November Prinzessin Elisabeth von England heiratet den Herzog von Edingburgh Marineleutnant Phillip Mowntbatten.