Sitzungsprotokoll

Obersalwey, den 5. Juni 1922

Protokoll über die Gründungsversammlung der Schützen-
bruderschaft Salwey.

In der heute abgehaltenen Generalversammlung, zu der ordnungsgemäß geladen war, wurde die Gründung einer Schützenbruderschaft Salwey beschlossen.
Man schritt nun zur Wahl des Vorstandes, in der vorgeschriebenen Weise, nachdem die im Entwurf vorliegenden Statuten angenommen waren.

Es wurden Gewählt:

1. ) Zum Präsidenten:
Joh. Schulte sen. Obersalwey,

2. ) Zum Hauptmann:
Fried. Bücker Obersalwey,

3. ) Zum Adjudanten:
Peter Schulte jun. Niedersalwey,

4. ) Zum Rechnungsführer:
Kasper Droste Obersalwey,

5. ) Zum Schriftführer:
Lehrer Peters Niedersalwey

6. ) Zum ältesten Offizier:
Herrmann Sasse Obersalwey

Unterschrieben: Joh. Schulte
Cas. Droste
Friedr. Bücker
Herrm. Sasse
Peter Schulte
Jos. Peters



Obersalwey, den 5. Juni 1922

In der vorstehend erwähnten Generalversammlung wurde weiter beschlossen:

1. ) Das erste Schützenfest soll am Montag, den 31. Juli im Anschluß an das
Feuerwehrverbandsfest im Vereinshaus zu Niedersalwey gefeiert werden.

2. ) Das Vereinshaus soll von der Schützenbruderschaft Salwey und der freiwilligen
Feuerwehr Niedersalwey nach näherer Vereinbarung mit dem Gesangverein,
Eintracht Salwey als Eigentümer vergrößert werden. Schützenbruderschaft
und Feuerwehr erhalten dadurch das Recht, daß Vereinshaus für ihre Vereins-
Zwecke insbesondere für die Feier Ihrer Vereinsfeste kostenlos zu benutzen .
Für die Unterhaltung des Vereinshauses soll ein Unterhaltungsfound gebildet
werden. Eigentümer bleibt der Gesangverein " Eintracht " Salwey.

3. ) Für den Erweiterunsbau wird ein Baukomitee gewählt, bestehend aus
Anton Kaiser Niedersalwey, als Vorsitzenden und den Vorständen der drei
genannten Vereine.

4. ) Für das Schützenfest werden gewählt:

als Fahnenoffiziere: Franz Peitz Obersalwey,
Wilh. Peitz Niedersalwey
Joh. Schrage Niedersalwey

als Gruppenoffiziere: Herrmann Stinn Niedersalwey
Anton Kebbekus Niedersalwey
Jos. Schulte - Müllers Niedersalwey
Joh. Rischen Obersalwey
Jos. Biscoping Niedersalwey
Anton Gottschalk Niedersalwey
Joh. Schulte jun. Obersalwey
Jos. Egelmeier Niedersalwey
Joh. Schauerte Obersalwey

als Festkommitee: Anton Gies Obersalwey
Joh. Siewers Obersalwey
Friedr. Bücker Obersalwey
Wilh Peitz Niedersalwey

v . g. u. : Joh. Schulte, Cas. Droste, Friedr Bücker, Herrm. Sasse, Peter Schulte, Jos. Peters,


Anwesend : 49 Niedersalwey, den 25. Juni 1922


In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung
zu der ordnungsgemäß geladen war, wurden folgende
Beschlüsse gefaßt:

1. ) Der Erweiterungsbau des Vereinshauses nach Osten
und Norden und der Aborte nach Westen wird
der Feuerwehr Niedersalwey übergeben, dieselbe
erhält dafür vom Schützenverein 12000,- M .
Der Erweiterungsbau muß bis zum 30. Juli d. J.
fertig sein.

2. ) Das Eintrittsgeld für das erste Schützenfest wird
wie folgt festgesetzt: für Schützenbrüder 20,- M für den Tag einschl. Steuer,

für Fremde 30,- M für den Tag einschl. Steuer,

für Damen 5,- M für den Tag einschl. Steuer,

3. ) Als Vereinsabzeichen sollen vorläufig Vorstecknadeln
mit grundierte Schleife beschafft werden.


4. ) Der Platz für die Vogelstange am Hömberg, der von
Anton Kaiser zur Verfügung gestellt wird, soll
am Dienstag Abend 8 Uhr von den Schützenbrüdern
fertiggestellt werden.


v. g. u.

Joh. Schulte
Cas. Droste
Friedr. Bücker
Herrm. Sasse
Peter Schulte
Josef Peters



Niedersalwey, den 11. Februar 1923

In der heutigen ordentlichen Generalversammlung, zu der ordnungsgemäß geladen
war, wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) Zunächst wurde vom Rechnungsführer die Rechnung des Schützenfestes und die
Baurechnung vorgetragen. Zu Rechnungsprüfern wurde gewählt: Joh. Rischen
Obersalwey und Wilh Limberg Obersalwey.
Nach erfolgter Prüfung wurde dem Rechnungsführer und dem Vorstand End-
lastung erteilt.

2. ) Es wird beschlossen, in Anbetracht der schwierigen Zeitverhältnisse durch die
Ruhrbesetzung in diesem Jahre kein Schützenfest zu feiern. Sollten sich diese
Verhältnisse aber im laufe des Sommers zum Guten wenden, so soll die Beschluß-
fassung über das Fest einer außerordentlichen Generalversammlung
vorbehalten bleiben.

3. ) Die noch rückständigen Aktien sollen nach eigenem Ermessen der Einzahler
höher eingezahlt aber nur mit 50,- M zurückgezahlt werden.

4. ) Der Jahresbetrag für 1923 wird auf 1000,- M festgesetzt.

5. ) Das aufkommen aus Jahresbeiträgen soll für die Ausführung des Innenputzes
verwand werden, der sofort ausgeführt werden soll und dessen Kosten vom
Schützenverein und Gesangverein je zur Hälfte getragen werden.

6. ) Die Ausführung des Baues, der geplanten Aborte verbleibt der Feuerwehr zu
den vereinbarten Preisen. Das dafür gewählte Baukomitee hat die
Vorbereitung dafür sofort zu treffen.

7. ) Die Anbringung des Außenputzes soll Dienstag, den 13. Februar nachmittags
5 Uhr im Vereinshaus öffentlich verdungen werden.

v. g. u.

Joh. Schulte, Cas. Droste, Peter Schulte, Joh. Peters, Jos. Biscoping,




Niedersalwey. den 17. Februar 1924

In der heutigen ordentlichen Generalversammlung, zu der ordnungsgemäß geladen war, wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) Es wurde die Rechnung von 1923 vorgetragen, die mit einem Kassenbestand
von 21771,00 Poziermark schließt, dem Rechnungsführer wurde Entlastung
erteilt. Der Kassenbestand soll wegen der Entwertung gestrichen werden.

2. ) Es wurde beschlossen, im laufenden Jahre das Schützenfest statutengemäß zu
feiern. Es soll 2 Tage gefeiert werden und zwar mit Freibier. Die Küche soll bei
der nächsten Generalversammlung verpachtet werden. Der Vorstand
bekümmert sich jetzt schon um die Musik und macht der nächsten
Generalversammlung Vorschläge Der Vorstand beschafft auch die
vorteilhafteste Weise die erforderlichen Patronen.
Der Vorstand hat dafür Sorge zu tragen, daß bis zum Schützenfest die erforder-
lichen Abortanlagen errichtet sind.

3. ) Der Vorstand wird beauftragt, bei der Eintragung des Vereinshauses im
Grundbuch. die Rechte und Pflichten des Schützenvereins eintragen zu lassen.


4. ) Das Eintrittsgeld für Neumitglieder wird auf 2 Goldmark der Jahresbeitrag für
1924 auf 3 Goldmark festgesetzt.

v. g. u.

Wilhelm Peitz

August Kotthoff

Hermann Sasse

Josef Peters




Niedersalwey, den 25. Mai 1924

In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung, zu der ordnungsgemäß
geladen war, wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) Das Fest soll wie beschlossen mit Freibier gefeiert werden. Gehalten wird
Ritterbier, der Gelagsbeitrag beträgt für
Schützenbrüder 10,- M
Fremde für beide Tage 12,- M
Fremde für einen Tag 7,- M
Damen für einen Tag 1,- M

2. ) Die Küche übernimmt meistbietend für einen Pachtpreis von 50,- M
Anton Tönnesmann, verkauft werden Rinderwurst 3 aufs Pfund mit 1
Brötchen, a Stück 0,50 M Braten im Preise entsprechend.

gez. Anton Tönnesmann

3. ) Die Beköstigung der Musik übernimmt ebenfalls Tönnesmann zum Preis
von 69,- M.

4. ) Es wird ein Festkomitee gewählt, bestehend aus:

1. ) Anton Schulte
2. ) Jos. Schauerte
3. ) Joh. Bender
4. ) Joh. Hennecke
5. ) Joh. Schulte

v. g. u.

Joh. Schulte
Herrmann Sasse
Peter Schulte



Niedersalwey, den 6. Juli 1924

In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung zu der ordnungsgemäß geladen war, wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) Es wurde Rechnung gelegt über das Schützenfest. Die Gesamteinnahme des
Festes beträgt 1938,80 M , die Gesamtausgabe 1518,65 M , so daß sich ein
Gewinn ergibt von 420,25 M .
Der Vorstand wird ermächtigt, diesen Betrag zu verwenden zur Begleichung
von Forderungen für geschehene Anschaffungen, wie Bänke, Tische und dergl.
und den Rest für Instandsetzung der Halle.

2. ) Das Festinventar wie Königskette, Schärpen. Patronen und Tischtücher nimmt
Kaspar Droste in Verwahr

v. g. u.

Schulte Bücker
P. Schulte
Wilh Limberg





Niedersalwey, den 1. März 1925

In der heutigen ordentlichen Generalversammlung, zu der unter Angabe der Tages-
ordnung rechtzeitig geladen, wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) Es wurde die Rechnung für 1924 vorgetragen und von Joh. Hennecke und
Ferd. Hönninger geprüft. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

2. ) In den Vorstand wurde gewählt bezw. wiedergewählt:

1.) Joh. Schulte Obersalwey Präsident
2.) Fried. Bücker Obersalwey Hauptmann
3.) Joh. Schauerte Obersalwey Adjutant
4.) Joh. Hennecke Niedersalwey Rechnungsprüfer
5.) Anton Schulte Niedersalwey Schriftführer
6.) Herrm. Sasse Obersalwey älteste Offizier

als Fahnenoffiziere

Franz Peitz Obersalwey
Paul Henke Niedersalwey
Joh. Schrage Niedersalwey

als Gruppenoffiziere

Herrmann Schnettler Niedersalwey
Bernhard Haarmann Niedersalwey
Ferd. Wiethoff Niedersalwey
Joh. Siewers Obersalwey
Ant. Lübke Niedersalwey
Ant. Tönnesmann Niedersalwey
Wilh. Limberg Obersalwey
Bernh. Schmidt Niedersalwey
Anton Gies Obersalwey

3. ) Das Schützenfest soll Statutengem. auf Peter und Paul 2 tage gefeiert werden
und zwar, da Peter und Paul auf einen Montag fällt, am Sonntag und Montag.
Das Fest soll bei Freibier gefeiert werden. Der Vorstand hat bis zum Fest 300
kleine Biergläser zu besorgen. Die Musik soll Ausgeführt werden durch die
Musikkapelle Wichmann Ostentrop. Der Vorstand gibt dem Kapellmeister den
Auftrag und vereinbart den Preis.
Der Vorstand beschafft zu den noch vorhandenen Patronen noch 200 Stück.

Küche und Zigarettenverkauf sollen bei der nächsten Generalversammlung
zusammen verpachtet werden.

Schützenbrüder die am Vogelaufsetzen teilnehmen, müssen vorher Ihren
Gelagsbeitrag entrichten haben. Fremde müssen im Besitz einer Karte sein.

4. ) Vor dem Juni d. J. soll eine außerordentliche Generalversammlung zur Vor-
bereitung des Schützenfestes stattfinden.

v. g. u.

Schulte
Bücker
Schulte jun




Niedersalwey, den 1. Juni 1925

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung der Schützenbruderschaft wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1. ) 300 Gläser sind gekauft zum Preis von 9,00 M pro 100 Stück

2. ) Die Ausführung der Musik zum bevorstehenden Schützenfest wird der
Kapelle Wichmann in Ostentrop vereinbarungsgemäß zum Preis von 320,- M
übertragen.

3. ) Die noch fehlenden Patronen beschafft der Präsident.

4. ) Küche und Zigarrenverkauf wird dem Höchstbietenden Paul Henke zum
Preis von 147,- M übertragen.

5. ) Die Bierlieferung wird dem Bierverleger Bender gemäß Angebot vom heutigen
Tage übertragen. ( Preis 40,- M pro hl, und 100 l Freibier. )
Als Gelagsbeitrag wird festgesetzt.
a.) für Schützenbrüder
Eintrittskarte für 1 Tag 1,- M, für 2 Tage 2,- M
b.) für Fremde
Eintrittskarte für 1 Tag 1,- M, für 2 Tage 2,- M
Bierkarte für 1 Tag 6,- M, für 2 Tage 12,- M
Fremde müssen Samstags Abend 3,- M zahlen.

7. ) Spirituosen werden durch das Festkomitee bei den hiesigen Wirten gekauft.

8. ) Die gewählten Mitglieder : Johann Ross N.S.
Jos. Schulte N.S.
Anton Tönnesmann N.S.
Johann Schulte jun O.S.
Johann Rischen O.S.

9. ) Für Bedienung der Schänke sollen pro Kopf 5,00 M gezahlt werden.

v. g. u.

Bücker
Schulte




Niedersalwey, den 12 Juli 1925

In der heute vrschriftsmäßig anberaumten außerordentlichen Generalversammlung
der Schützenbruderschaft wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1.
Die Rechnung des diesjährigen Schützenfestes schließt ab in
Einnahmen auf 2211,25 M
Ausgaben auf 1801,05 M
mithin Verdienst 410,20 M
dem Rendanten wurde Entlastung erteilt.

2.
Der Überschuß soll wie folgt verwand werden:
1.) Der Gesangverein erhält 180,- M als Beitrag zu den Unterhaltungskosten
der Halle einschließlich der Forderung von 80,- M .
2. ) Der Restbetrag von 230,80 M soll als Grundstock für die Anschaffung
einer neuen Fahne bei der Amtssparkasse Eslohe Zinsbar belegt werden.

3.
Von dem von Herrn Nölle gestifteten 100 l Bier sollen 50 l in der heutigen Generalversammlung getrunken werden, die anderen 50 l werden den Vorstand
zur geeigneten Verwendung zur Verfügung gestellt.

v. u. g.

Fritz Funke
Anton Gies




Niedersalwey, den 6. März 1920

In der auf heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung der
Schützenbruderschaft wurde folgendes beschlossen:

1.
Die Rechnung pro 1925 wurde vorgetragen und für Richtig befunden, dem
Rendanten wurde Entlastung erteilt.

2.
Zu Fahnenoffizieren wurden einstimmig wiedergewählt:
Franz Peitz Obersalwey
Paul Henke Niedersalwey
Johann Schrage Niedersalwey

Zu Gruppenoffizieren:
Josef Wiethoff Niedersalwey
Egon Bender Obersalwey
Otto Peitz Niedersalwey
Johann Schulte Obersalwey
Josef Schulte Niedersalwey
Franz Wiethoff Niedersalwey
Hubert Hennecke Niedersalwey
Franz Franke Niedersalwey
Josef Droste Obersalwey

3.
Das diesjährige Schützenfest Montag, den 28. und Dienstag, den 29. Juni 1926
gefeiert werden. Der Vogel wird Sonntag Abend aufgesetzt. Beschlußfassung über
das Vogelschießen soll eine späteren Versammlung vorbehalten werden.

4.
Die Musik soll ausgeführt werden von der Musikkapelle Ostentrop.

5.
Das Fest soll bei Freibier gefeiert werden. Mitglieder die das 60. Lebensjahr
vollendet haben, zahlen die Hälfte des Gelagsbeitrag. Antialkoholiker Zahlen 2,- M
für beide Tage, Mitglieder die 3 Söhne beim Verein haben, sind Gelagsfrei.

6.
Über Bier sollen Offerten eingeholt werden. Beschlußfassung über diesen Punkt
wird zurückgestellt.

7.
Der Verein beschließt die Anschaffung einer neuen Fahne im Wert von 600,- -
700,- M . Das Vorstandsmitglied Johann Hennecke soll sich dieserhalb mit den
Franziskanerinnen in Olpe, bezw. Salzkotten in Verbindung setzen.
Der Vorstand wird ermächtigt, daß Muster für die Fahne zu wählen.

8.
Die nächste außerordentliche Generalversammlung soll vor dem 1. Juni 1926
stattfinden.


v. g. u.

Joh. Schulte
Johann Schauerte





Niedersalwey, den 6. Juni 1926

In der auf heute vorschriftsmäßig anberaumten außerordentlichen General-
versammlung der Schützenbruderschaft Salwey, zu welchen die Mitglieder in
beschlußfähiger Anzahl erschienen waren, wurde folgendes verhandelt und
beschlossen.

1.
Niedersalwey, den 11. Juli 1926

In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung der Schützenbruder-
schaft wurden folgendes verhandelt und beschlossen.

1.
Die Rechnung der Schützenbruderschaft pro 1925/26 schließt ab in
Einnahmen auf 1920,- M
Ausgaben auf 1831,61- M
mithin Bestand 88,49 M
Einnahmen an Waren 7 Flaschen Likör und 15,- M. Mitgliederbeiträge.
Die Rechnung wurde geprüft und für richtig befunden, dem Rendanten wurde
Entlastung erteilt.

2.
Der Überschuß soll zur Deckung der Kosten für die neue Fahne verwand werden.

3.
Der Vorstand wird beauftragt, wegen Einweihung der Fahne die weiteren Schritte
zu unternehmen.

4.
Der Bestand an Patronen ist auf 320 Stück festgesetzt.


u. g. v.

Peter Schulte
Wilhelm Müller





Niedersalwey, den 13. Februar 1927

In der heutigen ordentlichen Generalversammlung der Schützenbruderschaft
wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1.) Vom Kassierer wurde der Kassenbericht vorgetragen. Die Rechnung wurde
für Richtig befunden.

2.) Das diesjährige Schützenfest soll am Mittwoch, den 29. und Donnerstag , den
30. 6. 1927 gefeiert werden. Das Fest soll bei Freibier gefeiert werden.
Die überige gesamte Schänke soll in der Demnächstigen Generalversammlung
verpachtet werden. Mit 50 gegen 24 Stimmen wurde Veltins Bier gewählt.

3.) Die Regelung der Musikfrage wurde einem Ausschuß, bestehend aus dem
Vorstand und folgenden Mitgliedern:

Wilhelm Müller
Peter Schulte
Anton Kaiser
Johann Schulte und
Josef Kaiser übertragen.
Diesem Komitee liegt auch die Regelung der Frage bezgl. der Unterbringung
und Verpflegung der Musik ob.

4.) Zu Fahnenoffizieren wurden einstimmig wiedergewählt:
1. Franz Peitz Obersalwey
2. Paul Henke Niedersalwey
3. Johann Schrage Niedersalwey

Zu Gruppenoffizieren:
Bernhard Henke Niedersalwey
Josef Kayser Obersalwey
Josef Droste Obersalwey
Wilh. Limberg Obersalwey
Anton Franke Niedersalwey
Josef Kaiser Niedersalwey
August Schmidt Niedersalwey
Josef Lübke Niedersalwey
Johann Mathweis Obersalwey

Joh. Schulte A. Kaiser





Niedersalwey, den 10. Juli 1927

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten außerordentlichen Generalversammlung
der Schützenbruderschaft wurde folgendes verhandelt und beschlossen

I
die Rechnung der Schützenbruderschaft pro 1926/27 schließt ab in

Einnahmen 1848,40 RM
Ausgaben 1328,68 RM
mithin Bestand 519,72 RM

Die Rechnung wurde geprüft und für Richtig befunden. Dem Rendanten wurde
Entlastung erteilt.

II
Der Überschuß soll wie folgt verwand werden:
a. 447,- RM zur Überdeckung der Schulden aus Anlaß der Anschaffung der
neuen Fahne.
b. 72,60 RM an den Gesangverein als Anteil der Kosten der baulichen Unter-
haltung der Halle.

III
Bis zum nächsten Fest sollen Spülrinnen an den Schenken eingebaut werden.

IV
Für unvorhergesehene Fälle sollen noch vorhandene Petroleumlampen instand
gesetzt und bereit gehalten werden.

V
Auf Wunsch der Versammlung und aus Anlaß des guten Rechnungsabschlusses
wird noch für Rechnung des Vereins ein Faß Bier getrunken. Der Betrag
hierfür erscheint als Vorschuß in der Rechnung pro 1927/28.


Eb. Haarmann
Jos. Egelmeier
Dostop Konnzeli





Niedersalwey, den 12. 2. 1928

In der auf heute ordnungsgemäß einberufenen Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen.

1.
Der Vorstand wurde neu gewählt und zwar zum
a. Präsidenten
Ferdinand Wiethoff Niedersalwey
b. Hauptmann
Franz Hoffmann Niedersalwey
c. Adjutant
Joh. Schauerte Obersalwey
d. Rechnungsführer
Johann Hennecke Niedersalwey
e. Schriftführer
Ferd. Hönninger Niedersalwey
f. 1. Offizier
Herrmann Sasse Obersalwey

Fahnenoffiziere:
1. Joh. Schrage
2. Paul Henke
3. Franz Peitz
Königsoffiziere:
Bernhard Steinberg
Franz Engelbertz
Gruppenoffiziere:
1. Joh. Reke
2. Anton Bücker
3. Joh. Siewers
4. Joh. Franke
5. Jos. Peitz
6. Alfred Wiethoff
7. Peter Schrage
8. Joh. Funke
9. Wilh. Pletzinger

2.
Das Schützenfest soll wie alljährlich auf Peter und Paul als erster Schützenfesttag
gefeiert werden und zwar bei Freibier. Die Bierfrage wird in der demnächstigen
Generalversammlung erörtert. Musik wird der Ostentroper Kapelle übertragen.
Wilhelm Pletzinger ist als neues Mitglied einstimmig aufgenommen worden.

Dem Vorstand ist überlassen für die Mitglieder des Vereins Fähnchen zur
Benutzung beim Schützenkönig anzuschaffen.
Otto Peitz, Joh. Schulte



Niedersalwey, den 28. Mai 1928

In der heute außerordentlichen Generalversammlung wurde folgendes verhandelt
und beschlossen.

1.
4 neue Mitglieder wurden aufgenommen, die ihren Beitrag den ge. Kassierer
bezahlt haben.

2.
Die Bierverlegung ist dem Bierverleger Rhode in Obersalwey übertragen mit
58 von insgesamt 76 Stimmen.

3.
Die Vergebung der Schenke soll durch einholung von Offerten geschehen,
Erledigung durch den Vorstand.

4.
Der Jahresbeitrag wird für Mitglieder für die Dauer des Schützenfestes
einschließlich für den Vorabend auf 11,- RM festgesetzt. Jedoch werden am
Vorabend nur 3 hl bewilligt und darüber für jedes Glas 10 Pfg. erhoben.
Dann Zahlen pro Tag 1,50 M . Fremde zahlen 6.- M pro Tag, am
Vorabend 2.- M . 100 Patronen sollen neu bestellt werden, außerdem ein
neues Gewehr und einige Schützenabzeichen.


Wilh. Müller
Otto Peitz




Niedersalwey. den 15. Juli 1928

In der auf heute vorschriftsmäßig anberaumten außerordentlichen Generalver-
sammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

I
Die Rechnung des diesjährigen Schützenfestes schließt ab in

Einnahmen auf 2069,62 RM
Ausgaben auf 1700,09 RM
mit Überschuß 369,53 RM

Dem Rendanten wurde Entlastung erteilt.

II
Der Überschuß soll wie folgt verwandt werden:

a. 10,- RM sind von der Versammlung bewilligt für den Kauf eines alten
Herdes von Schulte Sandsiepen.

b. 130 RM erhält der Gesangverein als Anteil für Unterhaltung des
Vereinshauses.

c. Auf Beschluß der Versammlung sollen der Schießabteilung 100,- RM
als Darlehn auf ein Jahr nach Vorlegung der Kostenrechnungen
gewährt werden.

d. Der Restbetrag von 139,55 RM soll auf ein Konto der Spar und Darlehns-
kasse in Eslohe angelegt werden.


Zu Punkt 2 der Tagesordnung fand sich nichts Wesentliches.





Niedersalwey, den 24. Februar 1929

In der auf heute ordnungsmäßig außerordentlich einberufenen General-
versammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen.

1.
Fortan soll an dem Tage der ersten Generalversammlung für die verstorbenen
Mitglieder des Vereins ein Seelen - Hochamt gelesen werden. Einstimmiger
Beschluß der Versammlung. Erschienen waren 94 Mitglieder.

2.
Das Schützenfest soll wie alljährlich auf Peter u. Paul als ersten Schützenfesttag
mit Freibier gefeiert werden. Die Bierfrage wird in der nächsten General-
versammlung gelöst. Der Vorstand hat mit der Ostentroper Kapelle wegen der
Musik zu verhandeln und in der nächsten Generalversammlung zu berichten.

3.
Die alten Gruppenführer sind einstimmig für die nächsten Jahre wiedergewählt
worden.

4.
Neue Mitglieder waren nicht aufzunehmen.

5.
Betreffs der Schenke sollen Offerten eingeholt werden. Diese sind bei der nächsten
Generalversammlung abzugeben. In derselben Versammlung soll die Schenke
auch noch öffentlich verdungen werden.

6.
Wegen Anschaffung von Kappen oder Hüten verhandelt der Schützenhauptmann
mit dem billigsten und vorteilhaftesten Geschäften und legt in der nächsten
Versammlung Muster vor.

Franz Peitz
Franz Rabe





Niedersalwey, den 14. April 1929

In der auf heute ordnungsgemäß außerordentlich einberufenen Generalver-
sammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen:

Erschienen waren 40 Mitglieder.

Mit 22 Stimmen wurde beschlossen einen Hut anzuschaffen. Wegen des hohen
Kostenpunkts soll vorläufig auf Kosten der Bruderschaft für Vorstand und
Offiziere ein Hut angeschafft werden.


Franz Engelbertz

Rischen





Niedersalwey, den 26. Mai 1929

In der auf heute ordnungsgemäß einberufenen Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

1.
Die Bierlieferung wurde dem Bierverleger Rhode von insgesamt 69 Stimmen
mit 58 Stimmen übertragen und zwar Union Bier

2.
Die Schenke ist an F. Hönninger mit 315 verpachtet worden.

3.
Für Musik hat die Ostentroper Kapelle zu sorgen, Preis 370,- RM und freie
Verpflegung und Getränke.

4.
Die Eintrittsgelder für Mitglieder bleiben wie im Vorjahre, ebenfalls für
Auswärtige. Beim Vogelaufsetzen bezahlen Auswärtige 9,- M für den Abend
und den ersten Schützenfesttag sonst 3,- m für den Abend. Dann bezahlen
ebenfalls den Preis wie im Vorjahr 1,50 M , kommen sie nach der Abendpause
so ermäßigt sich der Preis auf 75 Pfg. Kommen Auswärtige ( männlich) nach
der Abendpause so soll einheitlich ein Preis von 5,- M erhoben werden.

5.
Königsoffizier Bernhard Steinberg legt sein Amt nieder. An seine Stelle wurde
Josef Kayser Obersalwey einstimmig gewählt.

6.
Für die Ausschenkungskommission wurde vorgeschlagen:
Anton Franke
Paul Henke
Josef Droste
Joh. Siewers

Josef Egelmeier übernimmt das Ausschmücken der Halle für 4,- RM

Für Zapfer sorgt der Schützenvorstand, es werden denselben 15,- RM ohne
Verpflegung bewilligt. Den Gruppenoffizier Wiethoff vertritt Anton Kebbekus
in diesem Jahr.

Als Mitglieder wurden neu aufgenommen die Herrn:

Franz Hennecke
Hubert Wiethoff
Karl Risse
Andreas Kebbekus


Johann Rischen
Fried. Bücker





Niedersalwey, den 14. Juli 1929

In der auf heute vorschriftsmäßig anberaumten außerordentlichen General-
versammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen:

1.
Die Rechnung des diesjährigen Schützenfestes schließt ab in
Einnahme 2242,48 RM
Ausgabe 1807,45 RM
mithin Überschuß 435,03 RM

Der Überschuß soll wie folgt verwendet werden: 160,- RM erhält der Gesang-,
verein für Benutzung der Vereinshalle. Die Anschaffung eines 2 Gewehres
wurde gegen 1 Stimme beschlossen. Das Gewehr stammt von Herrn Joh. Hennecke
und kostet 33,- RM . Eine kleine Rechnung von Schulte über 210 RM wurde
nachträglich beglichen. Es bleibt also ein Restüberschuß von 239,93 RM,
abzüglich ein Faß Bier an die Schützenmitglieder von 25,52 RM. 200 RM wurden
dem Präsidenten des Vereins zur Überweisung an die Sparkasse übergeben.
Es bleibt in den Händen des Kassierers ein Betrag von 14,46 RM.
Dem Schützenverein fehlte bisher noch immer ein verschließbares Gelaß für
Hüte, Gläser, Fähnchen, usw. . Der Anschaffung eines Schrankes von etwa 30,- RM
wurde von der Versammlung gegen 4 Stimmen zugestimmt.
Weit über 30,- RM sind zurück von sogenannten " Faulen Mitgliedern " .
Endgültige Regelung soll vorgenommen werden. Es wurde beschlossen, diese
Beiträge von Herrn Paul Henke in Niedersalwey und von Herrn Joh. Schauerte
Obersalwey vertrauensvoll einzuziehen.
Dem Rendanten wurde einstimmig Entlastung erteilt.

2.
Es wurde angeregt künftighin auf dem Schützenfeste außer Freibier keine
alkoholische Getränke mehr zu verabreichen. Über diesen Punkt soll noch auf
einer demnächstigen Generalversammlung verhandelt werden


v. g. u.

Josef Kaiser
Paul Henke




Niedersalwey, den 10 Febr. 1930

In der heute ordnungsgemäß anberaumten Generalversammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen:

I
Zu Punkt 1 wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Das Seelenhochamt
konnte am heutigen Tage nicht gelesen werden und wird nachgeholt.
Erschienen sind 61 Mitglieder.

II
Schützenfest soll auf Mehrheitsbeschluß wieder mit Freibier gefeiert werden.
Die Bierfrage wird in der nächsten Generalversammlung gelöst. Weil die
Ostentroper Kapelle bisher jedes Schützenfest gespielt hat und das 10 te Fest
gratis spielen will soll mit dieser Kapelle verhandelt werden. Die Verhandlung
wurde dem Schriftführer übertragen.

III
Eine längere Debatte entspann sich über Freibier und alkoholische Getränke.
Es soll der Zustand wie früher beibehalten bleiben, 9 Stimmen waren für
Einschränkung.

IV
Dem Verein fehlen noch verschiedene Degen. 10 sollen neu angeschafft werden.
Über den Preis werden Erkundigungen eingezogen.

Das gewährte Darlehn von 100,- RM an den Schießverein wird auf Beschluß
ein Jahr verlängert.


Eduard Jürgens
Joh. Rischen





Niedersalwey, den 25. Mai 1930


In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

I
Neue Mitglieder waren nicht aufzunehmen. Zu Stimmzählern wurde bestimmt
Wilh. Müller Niedersalwey und Joh. Schulte Obersalwey. Erschienen waren
89 Mitglieder.

II
Die Bierlieferung wurde unter geheimer Abstimmung mit 60 Stimmen der
Brauerei Veltins Grevenstein übertragen. 40,- RM pro hl Steuer.

III
Die Schenke wurde Joh. Schulte jun , mit 250,- RM als Höchstbietenden
vergeben.

IV
Der Tamborkorbs Kückelheim kann gegen ein Eintrittsgeld von 8,- RM bei
den Umzügen spielen. Die Bestellung der sonstigen Musik wurde auf Antrag
dem Vorstand übertragen. Verpflegung der Musik liegt als Mindestbietenden
Wwe Wiethoff Niedersalwey 100,- RM ob.

V
Der Gelagsbeitrag wurde für Schützenbrüder auf 10,- RM festgesetzt. Fremde
sollen 12,- RM bezahlen. Nach 8 Uhr Abends zahlen sie 5,- RM. Damen sollen
pro Tag 1,- RM bezahlen.

VI
Die Ausschmückung der Halle wird Schuhmachermeister Egelmeier für ein Endgeld
von 6,- RM übertragen.

VII
Die Abstimmung das Schußgeld dem König zu erhöhen, wurde die Summe auf
30,- RM festgesetzt.

VIII
Bestellung der Zapfer liegt dem Vorstand ob.

S. Schulte F. Funke





Niedersalwey, 13. Juli 1930

In der heute vorschriftsmäßig einberaumten Versammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen:

I
Dem Rechnungsführer Joh. Hennecke wurde das Wort über die Rechnungslage
des diesjährigen Schützenfestes erteilt. Wegen verspäteter Eingänge von Rechnungen
konnte eine bestimmte Abschlußsumme nicht festgestellt werden. Es bleibt
einstweilen ein Überschuß von 160,09 RM zur Verfügung. Die Erhöhung des
Schußgeldes von 30,- RM ist nach Beschluß der Versammlung bereits dem vor-
jährigen König zugute gekommen.

II
Wegen Höhe des Betrages für die Benutzung der Vereinshalle soll der Schützen-
vorstand mit den Vorstand des Gesangsvereins in Verhandlung treten.

III
Das bewilligte Darlehn an den Schießverein soll laut heutigem Beschluß letzt-
willig noch 1 Jahr vom heutigen Tage dem Schützenverein zurückerstattet
werden.

IV
Die Rechnungsbeläge sollen eingehend von 3 Rechnungsprüfern nachgeprüft
werden. Es wurden gewählt:

1.) Joh. Schulte Obersalwey
2.) Johann Habbel Marpe
3.) Paul Henke Niedersalwey

Das von dem Rechnungsführer anzufertigende Revisionsprotokoll wird in der
nächsten außerordentlichen Februar Generalversammlung vorgelegt werden.


Otto Peitz
Wilh. Müller




Niedersalwey, den 17. 2. 1931

Die in der ordentlichen Generalversammlung vom 13. Juli 30. der Schützen-
bruderschaft Salwey zur Revision der Rechnungslage gewählten Mitglieder,
traten heute zur Revision zusammen. Das Mitglied Paul Henke ist wegen Krankheit
nicht erschienen. Die Einnahme wurden durch Zusammenaddieren der Aufzeich-
nungen im Schützenbuch, sowie der Fremdlisten vorgenommen. Sie stimmten
mit dem Kassenbuch überein. Es ergab sich eine Einnahme von RM 1996,41.
Alsdann wurden die Ausgaben welche durch Belege, soweit sie für nötig befunden
wurden geprüft und mit dem Kassenbuch verglichen.
Ein Betrag über RM 50,- lag nicht vor. Es ergab sich eine Ausgabe von RM 1843,12.
Mithin verbliebt ein Reinertrag von RM 153,29.
Von dem Reinertrag sind an den Gesangverein RM 100,- bezahlt worden. Es bleibt
somit ein Kassenbestand von RM 53,29. Das Sparbuch von der Darlehenskasse
Eslohe liegt nicht vor. Es soll in der Generalversammlung vorgelegt werden.
Das Sparbuch von der Amtskasse Eslohe lag vor, soll aber in der Generalversammlung
auch vorgelegt werden.


Die Rechnungsprüfer:

J. Schulte
Johann Habbel





Niedersalwey, den 22 Februar 1931

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Versammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen:
Wegen des Fehlens des Sparkassenbuches muß Vorfrage getroffen werden, daß ein
Mißbrauch ausgeschlossen bleibt. Dem Kassierer wurde dann Entlastung erteilt.

Die Vorstandswahl ergab folgendes Ergebnis:

a.) Präsident: Kaiser Niedersalwey mit 31 von 51 Stimmen.
b.) Hauptmann: Jos. Schulte Niedersalwey mit 33 von 53 Stimmen.
c.) Adjutant: Joh. Schauerte Obersalwey einstimmig.
d.) Rechnungsführer: Anton Kebbekus Niedersalwey mit 33 von 53 Stimmen.
e.) Schriftführer: Ferd. Hönninger Obersalwey einstimmig.
f.) 1 Offizier: Herrmann Sasse Obersalwey
g.) Fahnenoffiziere: Anton Gottschalk Niedersalwey
Wilh. Limberg Obersalwey
Johann Schulte Obersalwey
h.) Königsoffiziere: Peter Schulte Niedersalwey
Der jeweilige Schützenkönig vom alten Jahre. In diesem
Jahr ist Otto Peitz gewählt.
Gruppenoffiziere: Franz Hennecke Niedersalwey
Heinz Henke "
Herrmann Weber bei Schmies Obersalwey
Josef Biskoping Niedersalwey
Josef Lübke Niedersalwey
Josef Schmidt "
Joh. Rischen Obersalwey
Hermann Schnettler Niedersalwey
Jos. Sauer Obersalwey

2
Schützenfest soll in diesem Jahre auf Mehrheitsbeschluß wieder mit Freibier auf
auf Sonntag und Montag Peter und Paul gefeiert werden.
Bierfrage wird in der nächsten Versammlung gelöst. Für Bestellung der Musik
hat der Vorstand zu sorgen.

Der Vogel soll Peter und Paul nach dem Hochamt abgeschossen werden.


Joh. Reke
Franz Peitz






Niedersalwey, den 10 Mai 1931

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Versammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen.

1
Die Bierlieferung wurde einstimmig der Fa. C& A Veltins Grevenstein übertragen.
Preisofferte 44,- RM

2
Das Höchstgebot auf die Schenke war 200,- RM von Wiethoff gn. Schumacher
205,- RM von Tönnesmann Niedersalwey.

3
Die Gelagsgebühr bleibt wie im Vorjahr, nur ältere Mitglieder sollen bis 55 Jahre
die Hälfte und solche von 60 bis 65 ¼ der Gebühr bezahlen und solche darüber frei.

4
Das Schußgeld des Königs wird wieder auf 15,- RM festgesetzt.

5
Als Schußgeld für dir Benutzung der Festhalle soll der Gesangverein alljährlich
150,- RM bezahlt werden. Der Schützenverein hat dann das Recht jedes Jahr
in der Halle sein Schützenfest zu feiern.

6
Auswärtige die Voraussichtlich in Salwey keine Bürgerrechte erwerben, sollen
von der Königswürde ausgeschlossen bleiben.

7
Beim Königschießen sind Nummernübertragungen nicht statthaft, wohl beim
Geckschießen sind Nummern übertragbar.

8
Die Zapfer besorgt der Vorstand.

9
Die Verpflegung der Musik übernimmt als Mindestbietender für 90,- RM
Alfred Wiethoff Niedersalwey. Die Musik wird mit 13 Mann von der Wenholthauser
Kapelle für 295,- RM und freie Verpflegung, sowie Getränke ausgeliefert.

10
Die Ausschmückung der Halle übernimmt Otto Peitz für 2,50 RM. Das Reinigen
der Halle wird dem Vorstand zur Vergebung überlassen.

11
Auswärtige, die nach der Abendpause kommen, sollen am ersten Tage 5,- RM,
dagegen am 2 Tage 7,- RM bezahlen. Dann zahlen nach der Pause die Hälfte (50 Pfg.)

12
Zur Einrichtung einer kleinen Halle sollen dem Schießverein die noch rückständigen
50,- RM verbleiben.

13
Der Tambourcorps Kückelheim kann wieder gegen ein Eintrittsgeld von 10,- RM
teilnehmen



Bernhard Haarmann
Schulte






Niedersalwey, den 12 Juli 1931

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Versammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen:

Der Präsident eröffnet die Versammlung und erteilt das Word dem Kassierer zur
Berichterstattung über die Rechnungslage. Der Etat schließt ab
in Einnahme über: 1907,14 RM
in Ausgabe über: 1884,97 RM
22,17 RM Überschuß

Zu Rechnungsprüfern wurde gewählt: Wilhelm Müller Niedersalwey
Josef Kayser Obersalwey

Der Überschuß soll wie folgt verwandt werden:

Es sollen 3 Degen und verschiedene Unterschnallkoppel billigst angeschafft werden.

Die Rechnungsprüfer haben in den Rechnungsbelegen keine Mängel gefunden.
Dem Kassierer wurde somit einstimmig Entlastung erteilt.
Das verloren gegangene Sparkassenbuch hat sich bisher noch nicht wieder
auffinden lassen. Es wurde beantragt, ein Aufgebot zur Auflassung zu
beantragen.


Josef Kaiser
Josef Droste







Niedersalwey, den 17 Februar 1932

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

Die Versammlung war einstimmig für die Feier eines Schützenfestes und zwar
mit Freibier. Um dem Sparsamkeitssinn Rechnung zu tragen, soll mit dem Ausschank
des Bieres wirtschaftlich gearbeitet werden.
Wegen des in Verlust geratenen Sparkassenbuches soll der Vorstand mit der
Sparkasse in Verhandlung treten.
Es waren 57 Mitglieder anwesend. Die sonstigen Fragen werden auf der nächsten
Generalversammlung verhandelt werden.
Der Jahresbeitrag wurde auf Beschluß der Versammlung von 1,- auf 5,- RM erhöht.


Wilhelm Müller
Franz Peitz
J. Schulte





Niedersalwey, den 16 Mai 1932

In der heute rechtsgültig anberaumten Generalversammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen:

1
Vor dem Vogelaufsetzen am Vorabend des Festes soll wegen der jetzigen Notzeit
Abstand genommen werden.

2
Als Mitglied wurde neu aufgenommen : Kaspar Schulte Niedersalwey

3
Bei der Bierfrage wurde geheim abgestimmt, Abgegeben wurden für Veltins 43,
für Ritter 33. Mehrheit also für Veltins 38,75 pro hl.

4
Die Musikbestellung soll dem Vorstand überlassen bleiben, Billig und gut.
Stimmung für Wenholthausen.

5
Die Schänke wurde dem Höchstbietenden , Herrn Peter Schulte gt. Baumann
vergeben 150 RM.

6
Als Gelagsbeitrag wird erhoben:

a.) Für Mitglieder 2 Tage 8,50 RM
b.) Für Fremde 1 Tag 4,25 RM
" " 2 Tage 11,- RM
c.) Für Damen 1 Tag 6,- RM
2 Tag 1,50 RM
1 Tag 1,- RM


7
Die Verpflegung der Musik übernimmt als Mindestbietender für 70,- RM
Alfred Wiethoff gt. Sümmern.

8
Beim Vogelabschießen soll jedes Mitglied der Reihe nach anfangs mitschießen.
Eine Nummernübertragung findet hierbei nicht statt. Späterhin schießen nur
Königskandidaten.

9
Herr Egelmeier übernimmt wieder für 1,50 RM die Ausschmückung der Halle.

10
Zapfer besorgt der Vorstand.

Anton Gottschalk
Peter Schulte Baumann
Wilh Müller





Niedersalwey, den 17. Juli 1932

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

Die Rechnungslegung schließt ab in Einnahme mit 1434,47 RM
in Ausgabe mit 1384,45 RM

Von dem bisherigen Guthaben des Vereins sind 200,- RM erhoben.
Bestand von 50,02 RM.

Über den diesjährigen Defizit entstand eine rege Diskussion. Fehler bei der
Handhabung des Festes sollen in Zukunft unter alten Umständen vermieden werden.

Zu Stimmzählern wurden ernannt: Kaspar Schulte Niedersalwey
Jos. Peitz Niedersalwey

59 Stimmen waren anwesend.

Der Pächter der Schänke soll allgemeiner Abstimmung die Hälfte der Eintrittsgebühr
bezahlen. Der Gesangverein beansprucht für die Halle 150,- RM 50,- RM sind
bezahlt. 100,- RM werden vom Gesangverein bis Oktober gestundet. Wenn der
Betrag im Oktober fällig wird, soll der Fehlbetrag durch den Jahresbeitrag
gedeckt werden.
Zu Rechnungsprüfern wurden gewählt: Joh. Schulte Niedersalwey
Joh. Hennecke Niedersalwey

Bei den Rechnungsprüfern hat sich im Wesentlichen nichts zu erinnern gefunden.
Dem Kassierer wurde einstimmig Entlastung erteilt. Der Antrag, den Kassierer
von dem Jahresbeitrag zu befreien wurde einstweilen zurückgestellt. Ebenfalls
soll in der nächsten Versammlung an die Beschaffung neuer Schärpen für das
Königspaar erinnert werden.


Bernhard Henke
Ferdinand Wiethoff
Anton Schrage






Niedersalwey, den 12. 2. 1933

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen:

Zu Stimmzählern wurde gewählt: Joh. Schulte Obersalwey
Peter Schulte Baumann Niedersalwey

67 Stimmen waren anwesend.

Für den ausgeschiedenen Schriftführer Ferdinand Hönninger wurde Joh. Rischen
Obersalwey zum Schriftführer gewählt.

2
Die Versammlung war einstimmig für die Feier eines Schützenfestes und zwar am
29 und 30. Juni. Es ist abgestimmt für Freibier mit Marken.

Vorgeschlagen wurde den Jahresbeitrag wie folgt festzusetzen:
a.) für Mitglieder bis 50 Jahre 3,- RM
b.) über 50 Jahre 2,- RM
Feiern aus einer Familie mehrere Mitglieder mit, so ist der Vater vom Jahresbeitrag
befreit.
Die Damenkarte soll auf 50 Pfg. pro Tag festgesetzt werden. Fremde bezahlen
pro Tag 2,- RM. Über diesen Vorschlag soll endgültig in der nächsten Generalversammlung abgestimmt werden.

Vorgeschlagen wurde das Schußgeld für den König auf 30,- RM zu erhöhen.

Der Geck ist Gelagsfrei.


Joh. Siewers
Franz Peitz





Niedersalwey, den 21. 5. 1933

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

Zu Stimmzählern wurden gewählt: Wilhelm Limberg u. Franz Peitz Obersalwey.
52 Mitglieder waren anwesend.

1
Im Sinne der Gleichschaltung stellte der Vorstand seinen Posten zur Verfügung,
und einstimmig durch zurufe wiedergewählt.

2
Der Vogel soll wie in den früheren Jahren am Vorabend des Festes aufgesetzt werden.

3
Neue Mitglieder wurden nicht aufgenommen.

4
Es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, Veltins Exportbier zum Preis von
38,75 RM per hl. auf dem Feste zu führen.

5
Musik Rehsiepen wurde einstimmig abgelehnt, 24 Stimmen waren für Musik
Wenholthausen. Mithin wurde Ostentroper Musik mit 27 Stimmen gewählt.
Sollte die Musik Ostentrop die Stellung der Musik zur Prozession Obersalwey
ablehnen, so kommt Wenholthausen in Frage.
Der Musik sollen Biermarken für 70 ltr. Bier ausgehändigt werden. Dem Vorstand
wird anheim gestellt, der Musik nach Bedarf weitere Marken für Bier oder andere Getränke zur Verfügung zu stellen.

6
Die Verpflegung der Musik übernimmt als Mindestbietender für 70,- RM
Alfred Wiethoff gen. Sümmern Niedersalwey.
Reichliche Verpflegung ist Bedingung.

7
Die Bierschenke wurde an den Höchstbietenden Josef Schulte Baumann vergeben.
Er hat pro hl Bier 69,50 RM an den Schützenverein abzuliefern.
Für Bedienung sorgt der Wirt.

8
Küche und Nebenschänke übernimmt der Höchstbietende Joh. Hermes
Niedersalwey zum Preis von 212,- RM.

9
Der Jahresbeitrag für Mitglieder unter 50 Jahren soll 3,- RM betragen.
Über 50 Jahre bezahlen 2,- RM . Der Vater ist beitragsfrei, wenn 3 Söhne als
Mitglied der Bruderschaft am Feste teilnehmen. Damenkarte wird auf 50 Pfg.
pro Tag festgesetzt, der freiwillige Arbeitsdienst bezahlt pro Mann 1,- RM für
1 Tag.
Fremdkarten kosten pro Tag 2,- RM.

unter Verschiedenes wurde beschlossen, daß die Fremden, welche das Fest besuchen,
keine erhöhten Beiträge für den Vorstand des Festes zu entrichten brauchen.
Sofern er das Fest nicht mitmacht, soll er 50 Pfg. bezahlen.
Arbeitslose Mitglieder die sich ausweisen können, bezahlen pro Tag 1,- RM

Das Ausschmücken der Halle übernimmt Josef Wiethoff Schumacher
Niedersalwey zum Preis von 6,- RM

Das Vogelschießen soll gehandhabt werden wie im Vorjahre


Johann Reke
Josef Droste






Niedersalwey, den 16. Juli 1933

In der heute vorschriftsmäßig anberaumten Schützenversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

1
Wer mit seinem Jahresbeitrag in Rückstand ist, ist in Zukunft nicht berechtigt
an der Abstimmung teilzunehmen.

2
Die Rechnungslegung schließt ab in

Einnahmen mit 1350,52 RM
Ausgaben mit 1318,59 RM

mithin ein Überschuß von 31,93 RM.

3
Zu Rechnungsprüfern wurden ernannt: Josef Wiethoff und Josef Reke
Niedersalwey

4
Von den beiden Stimmzählern Herrmann Richter Niedersalwey und Franz Peitz Obersalwey wurden 70 anwesende Mitglieder festgestellt.

5
Bei den Rechnungsprüfern hat sich nichts zu beanstanden gefunden.

6
Mit Stimmenmehrheit wurde beschlossen, daß Schußgeld aus der Kasse zu zahlen.

7
Die Herstellung des Vogels soll in den folgenden Jahren Josef Schulte übertragen werden, der das zu verwendende Holz dem Vorstande vorzulegen hat, um eine
unnötige Verlängerung des Abschießens zu vermeiden.

Anton Bücker
Josef Droste
Josef Siewers






Niedersalwey, den 4. 3. 1934

Der Vorsitzende Anton Kaiser Niedersalwey eröffnete die für heute vorschrifts-
mäßig anberaumten ordentlichen Generalversammlung und ernannte zu
Stimmzählern Franz Schrage und Norbert Siewers Obersalwey, welche 42 Mitglieder
feststellten.

2
Der Rechnungsabschluß ergab 3,43 RM Kassenbestand, sowie ein Guthaben bei der
Darlehenskasse in Eslohe von 81,10 RM und bei der Amtskasse von 17,18 RM
zusammen 101,71 RM.

3
Es wurde zur Wahl des Vorstandes geschritten. Der Gesamtvorstand wurde
einstimmig wiedergewählt.

4
Die Wahl der Offiziere wurde bis zur nächsten Generalversammlung verschoben,
da viele dafür in Frage kommenden Mitglieder nicht anwesend waren.

5
Es wurde einstimmig beschlossen, daß diesjährige Schützenfest am 29 und 30 Juni
zu feiern.

6
Diejenigen Mitglieder, welche den diesjährigen, sowie restliche Beiträge nicht bis
zur nächsten Generalversammlung im Mai bezahlt haben, sollten zum Schützen-
fest nur Zutritt haben bei Lösung einer Fremdenkarte. Jahresbeitrag ist auf eine
MK festgesetzt.

7
Zwecks Haftpflichtversicherung soll der Schützenverein mit dem Gesangverein
den Abschluß einer Versicherung vornehmen.

8
Für Bestandhaltung der Gewehre und Degen sind dem Schützenbruder Joh. Reke
4.,- RM bewilligt worden.

Wilh. Limberg Jos.
Siewers Paul Henke





Niedersalwey, den 27, Mai 1934

Der Vorsitzende Anton Kaiser eröffnete die für heute vorschriftsmäßig anberaumte
Generalversammlung und ernannte zu Stimmzählern Anton Bücker Obersalwey
und Peter Schulte Niedersalwey, welche 47 anwesende Mitglieder feststellten.

1
Neue Mitglieder werden nicht aufgenommen.

2
Es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, das Bier zum diesjährigen Schützenfeste
von Veltins Grevenstein zu beziehen.

3
Über Musik war nur eine Offerte eingegangen und zwar Kapelle Ostentrop zum
Preise von 29,- RM pro Stimme. Mithin kommt Ostentrop in frage.

4
Sämtliche Offiziere wurden neu benannt und zwar:
Fähnrich Josef Kaiser Niedersalwey
Königsoffizier Josef Droste, Dümpel
Franz Wiethoff Wilke Niedersalwey
Gruppenoffiziere Wilh. Schulte Berens Niedersalwey
Franz Mathweiß Obersalwey
Anton Bücker Obersalwey
Norbert Siewers Obersalwey
Jos. Pieper Niedersalwey
Jos. Müller Niedersalwey
Franz Tolle Niedersalwey
Joh. Hennecke Niedersalwey
Jos. Wiethoff Schumacher Niedersalwey

5
Die Eintrittspreise zum Feste sollen, wie im Vorjahre, bestehen bleiben.
Mitglieder, welche nur 1 Tag. zum Feste erscheinen, bezahlen 50 Pfg. mehr,
desgleichen diejenigen teilnehmenden Mitglieder, welche zum Festzug nicht
erschienen.

6
Als weiteres Vorstandsmitglied wurde Josef Schulte Baumann Niedersalwey ernannt.

7
Bier soll wieder wie im Vorjahr, gegen Marken verkauft werden, jedoch kosten
in diesem Jahre 6 Marken 1,- MK gegen 7 Marken zu 1,- MK im
Vorjahr.

8
Bier und Nebenschänke wurde der Höchstbietenden Wwe Wiethoff Sümmern
Niedersalwey zum Preise von 185,- MK übergeben.

9
Das Schmücken der Halle übernahm der Mindestbietende
Joh. Tillmann Niedersalwey zum Preis von 5,- MK.

10
Für das reinigen der Halle kommt Wwe Rabe in Frage.


Anton Franke
Josef Lübke
Anton Kaiser






Niedersalwey, den 22. Juni 1934

Der Vorsitzende Anton Kaiser Niedersalwey eröffnete die für heute vorschriftsmäßig anberaumte Schützenversammlung. Es wurde folgendes verhandelt und beschlossen:

1
Die Rechnungslegung schließt ab in
Einnahme mit 1675,18 MK
Ausgabe mit 1313,57 MK
mithin Kassenbestand 291,61 MK

2
Zu Rechnungsprüfern wurden ernannt Johann Schulte und Josef Kayser Obersalwey.

3
Um Schießübungen innerhalb des Schützenvereins abhalten zu können, soll der
Schießstand in Gruppen zu 10 Mann in Ordnung gebracht werden.

4
Unkosten, welche bei der heutigen Rechnungslage entstehen, durch Verzapfer des
Bieres, sollen durch die Vereinskasse gedeckt werden.

5
Bei der Rechnungsprüfung hat sich nichts Wesentliches zu erinnern gefunden,
dem Kassenprüfer wurde Entlastung erteilt.


Bernhard Haarmann
Anton Bücker
Franz Wiethoff






Niedersalwey, den 10. 2. 1935

Der Vorsitzende Anton Kaiser eröffnete die für heute vorschriftsmäßig anberaumten
Generalversammlung. Es wurde folgendes verhandelt und beschlossen:

1
Die Statuten der Schützenbruderschaft wurde vorgelesen und angeregt, daß die
noch fehlenden Unterschriften geleistet würden.

2
Zu Stimmzählern wurden ernannt Otto Peitz und Hermann Schnettler Niedersalwey
Die Zählung ergab 38 anwesende Mitglieder.

3
Der Jahresbeitrag wurde einstimmig auf 1,50 MK festgesetzt, welcher bis zur nächsten Generalversammlung im Mai bezahlt sein muß.

4
Zur Ausbesserung des Schießstandes sind 100,- MK bewilligt. Franz Peitz und
Lehrer Zirth, welche Hand in Hand mit dem Vorstand die Arbeiten einsetzen
und ausführen lassen.

5
Das Fest soll, wie alljährlich am 29 und 30 Juni gefeiert werden.

6
2 Vorstandsmitglieder wurden beauftragt, betreffs Angebot des verlorengegangenen
Sparkassenbuches mit dem Gerichte in Verbindung zu treten und das weitere zu
veranlassen.


Josef Luttermann
Josef Siewers






Niedersalwey, den 19. Mai 1935

Der Vorsitzende, Anton Kaiser Niedersalwey eröffnete die für heute vorschrifts-
mäßig anberaumten Generalversammlung und ernannte zu Stimmzählern
Friedrich Bücker Obersalwey und Josef Biscoping Niedersalwey,
64 Mitglieder waren anwesend.

1
Der Kassenprüfer erstattete Bericht über den Bau des Schießstandes und die
augenblickliche Lage der Bruderschaft.

2
Die Musik wird gestellt von der Kapelle in Wenholthausen zum Preise von 360,- MK
das billigste Angebot wurde berücksichtigt.

3
Ein Angebot über Festbier lag vor von Veltins Grevenstein zum Preise von 38,75 MK
je hl und 100 l Freibier. Die Lieferung soll Veltins übertragen werden.

4
Das Höchstgebots des Bierausschanks wurde von Andreas Kebbekus abgegeben.
Er hat pro hl verzapften Bier 72,50 MK an den Verein abzuliefern.
Der Vorstand ist beauftragt, den Zuschlag einem der 3 letzten zu erteilen.

5
Vergebung der Küche und Nebenschänke regelt der Vorstand.

6
Der Vorstand wird beauftragt wegen des Bierausschanks mit den Bietern zu verhandeln und das weitere zu veranlassen.

7
Es wurde beschlossen, das jeder Schützenbruder am Fest teilzunehmen hat.
Nur wichtige Gründe entschuldigen. Folgende Beiträge wurde vereinbart.

Es zahlen: Mitglieder 1,50 MK für 2 Tage
Fremde 2,00 MK pro Tag
Damen 0,50 MK pro Tag
Mitglieder welche nur 1 Tag am Feste teilnehmen, bezahlen 1,50 MK

Das Reinigen und Schmücken der Halle wurde vom Mindestbietenden Johannes
Tillmann NS. zum Preise von 9 MK übertragen.
Paul Pape Herrmann Schnettler Johann Reke







Niedersalwey, den 14, Juli 1935

Der Vorsitzende Anton Kaiser eröffnete die für heute anberaumte Generalversammlung.

1
Die Rechnungslage schließt ab in Einnahme 1321,38 MK
in Ausgabe 1119,13 MK
Mithin Kassenbestand von 202,25 MK

2
Zu Rechnungsprüfern wurden ernannt Paul Henke und Wilh. Müller Niedersalwey.

3
Dem Gesangverein wurde für Benutzung der Halle 25,- MK nachbewilligt.

4
Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.


Paul Henke
Anton Franke
Bernhard Henke






Niedersalwey, den 16. Februar 1936

Im Auftrage des Vorsitzenden eröffnete Jos. Schulte Niedersalwey die für heute
vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung und ernannte zu
Stimmzählern Josef Peitz und Wilh. Müller Niedersalwey. Es wurden 40 anwesende
Mitglieder gezählt.

1
Die Statuten des Schützenbruders, sowie die der vom Schützenbund einheitlich aufgestellten Statuten der einzelnen Vereine wurde der Generalversammlung
vorgelesen.

2
Als Rechnungsprüfer auf die Dauer von 1 Jahr wurden gewählt Paul Henke u.
Jos. Reke Niedersalwey. Beide nehmen die Wahl an.

3
Die Rechnungslage schließt ab in Einnahme mit 460,10 MK
in Ausgabe mit 284,97 MK
Mithin bleibt ein Kassenbestand von 175,13 MK

4
Die versammlung beschloß einstimmig, auch in diesem Jahre das Schützenfest
in althergebrachter Weise zu feiern am 28. und 29. Juni.

5
Zum Vorsitzenden wurde Josef Schulte Niedersalwey einstimmig gewählt.
Wahl erfolgte durch Zuruf.

6
Sämtliche Offiziere wurden wiedergewählt , mit Ausnahme von Josef Kaiser Niedersalwey und Josef Hermes, welche auf Wunsch ausscheiden. An ihre Stelle
treten Heinrich Henke als Fahnenträger und Wilhelm Müller Gruppenoffizier.

7
Punkt 5 der Tagesordnung Bundesfest in Brilon wurde zur nächsten Versammlung zurückgestellt.

8
Unter Punkt Verschiedenes wurde beschlossen, zwecks Aufbewahrung der Fahne ,
einen Schrank anfertigen zu lassen.

9
Als Vorstandsmitglieder wurden vom Vorsitzenden ernannt:

Stellvertretender Vorsitzender: Joh. Schauerte
Schriftführer: Joh. Rischen
Rendant: Anton Kebbekus
des Heimatbundes: Herrmann Sasse

Beirat: Anton Gottschalk
Wilh Limberg
Paul Henke
Joh. Hennecke sen.
Jos. Wiethoff jun
Joh. Habbel, Marpe
Jos. Schulte







Niedersalwey, den 10. 5. 1936

Der Vorsitzende Jos. Schulte Niedersalwey eröffnete die für heute vorschrifts-
mäßig anberaumten Generalversammlung

1
Der Verein beteiligt sich am Bruderschießen in Brilon mit folgenden Schützen:

Joh. Rischen
Paul Henke
Bernh. Henke
Jos. Peitz
Franz Hennecke

2
Für den Wirtschaftsbetrieb zum diesjährigen Schützenfeste war ein Angebot
eingegangen, von Hoffmann Woile Niedersalwey.
Selbige wurde Hoffmann übertragen zum Gesamtpreis von 580,- MK

3
Die Musik wurde an den Musikverein Schönholthausen zum Preise von
355,- MK übertragen.

4
Eintrittspreise gelten wie im Vorjahr.

5
Das Reinigen und Schmücken der Halle wurde dem Mindestfordernden den
Anton Kebbekus übertragen, zum Preise von 12,- MK.


Otto Peitz
Josef Siewers
Wilh. Limberg






Niedersalwey, den 19. Juli 1996

Der Vorsitzende eröffnete die für heute anberaumte Generalversammlung.

1
Rechnungslage:

Die Rechnungslage schließt ab

in Einnahme mit 1118,93 MK
in Ausgabe mit 819,97 MK
mithin Kassenbestand 298,96 MK

2
Zu Rechnungsprüfern wurde ernannt Johann Schulte Obersalwey und
Joh. Reke Niedersalwey. Es hat sich bei der Rechnungsprüfung nichts Wesentliches
gefunden.

3
Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt.

4
In der nächsten Versammlung soll beraten werden, ob in Zukunft der Geck abgeschossen werden soll.

5
Über Mitglieder, welche den Festzug nicht mitmachen, soll eine Strafe verhängt
werden. Über die Höhe soll in der nächsten Versammlung beraten werden.


v. g. u

Josef Kaiser
Josef Siewers
Anton Gottschalk







Niedersalwey, den 28. 2. 1937

In der für heute vorschriftsmäßig anberaumten ordentlichen Generalversammlung
der Schützenbruderschaft wurde folgendes verhandelt und beschlossen:

1
Der Vereinsführer eröffnet die Versammlung und ernannte den Schützenbruder
Paul Henke zum Stimmzähler. Dieser stellte fest, daß 43 Schützenbrüder anwesend
waren.

2
Der Kassenführer Kebbekus erstattete Bericht über die Schützenbundtagung
in Arnsberg.

3
Die Satzung für die dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen angeschlossenen
Vereine wurde durchberaten und von der Generalversammlung einstimmig angenommen. Der Mitgliederbeitrag einschließlich der Zahlungen für die Pflicht-
versicherung wurde von der Generalversammlung für Alt und Jungschützen
einheitlich auf jährlich 1,50 RM , die Aufnahmegebühr auf 1,00 RM festgesetzt.

4
Die Generalversammlung beschließt die Feier des diesjährigen Schützenfestes
am 29. und 30. Juni. Zur wirtschaftlichen Gestaltung des Festes wird eine
Kommission gewählt, bestehend aus dem Vorstand des Schützenvereins und
folgenden Mitgliedern: 1. Joh. Schulte
2. Bernhard Henke
3. Wilhelm Müller
4. Anton Kaiser
5. Franz Tolle
6. Johann Siewers

Diese Kommission hat insbesondere die Aufgabe, in irgendeiner Form einen Ausweg
zu finden, um die Finanzelle Wirtschaftlichkeit des Festes zu erreichen.

5
Zu Kassenprüfern werden auf die Dauer von 3 Jahren gewählt:
Johann Schulte Obersalwey
Wilh Müller Niedersalwey

6
In Zukunft soll der Geck nicht mehr abgeschossen werden.

7
Für unentschuldigte Nichtteilnahme der Schützenbrüder im Alter bis zu
60 Jahren an den Festzügen wird ein Strafgeld von 50 Pfg. je Unterlassung
festgesetzt.

8
Zum Vereinsführer wurde einstimmig Zimmerer Josef Schulte Niedersalwey
auf die Dauer von 3 Jahren gewählt.

9
Zum Fähnrich wurde Herrmann Weber Obersalwey gewählt.

Josef Schulte
Anton Schulte






Niedersalwey, den 30. Mai 1937

In der für heute vorschriftsmäßig anberaumten Generalversammlung wurde
folgendes verhandelt und beschlossen:

1
Punkt 1 der Tagesordnung: Schenkenverpachtung,
Veltins Bier wird vorgeschrieben und zu Wirtspreisen verkauft. Für Schankerlaubnis
und verlängerte Polizeistunde hat der Wirt Sorge zu tragen. Der Verein sorgt nur für Festgenemigung. der Höchstbietende war Gastwirt Wiethoff Niedersalwey mit
580.- MK. Der Wirt ist 8 Tage an sein Angebot. Bis dahin soll der Zuschlag erteilt
werden.

2
Das Schützenfest soll am 27. und 28. Juni gefeiert werden.

3
Das Schmücken und Reinigen der Halle wurde an den Mindestbietenden Franz
Tolle Niedersalwey vergeben zum Preise von 12.- MK.

4
Für Musik war nur ein Angebot eingegangen, und zwar von Wenholthausen,
zum Preis von 360.- MK. Zuschlag soll, wie bei der Schenke innerhalb 8 Tagen
vergeben werden.

5
Diejenigen Mitglieder, welche am Vogelschießen teilnehmen wollen, mögen sich
bis Sonntag, den 14 Juni bei Kebbekus melden, zwecks Anforderung der
Schießkarte. Genehmigung soll durch Anschlag erfolgen.

Josef Schulte






Niedersalwey, den 1. August 1937

In der für heute anberaumten Generalversammlung wurde folgendes verhandelt und
beschlossen:

Punkt 1 der Tagesordnung

Rechnungslage

Die Rechnung schließt ab in
Einnahme mit 1044,46 MK
Ausgabe mit 788,50 MK
Kassenbestand 255,96 MK

2
Bei der Prüfung der Rechnungen hat sich nichts Wesentliches zu erinnern gefunden.
Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt.

3
Instandhaltung des Schießstandes wird dem Vorstand überlassen.


Josef Schulte






Niedersalwey, den 13. 3. 1938

In der für heute anberaumten Schützenversammlung wurde folgendes beschlossen:

1
Anstelle des bisherigen Rechnungsprüfers Joh. Schulte wurde Johann Hennecke
Niedersalwey ernannt.

2
Es wurde Einstimmig die Feier eines Schützenfestes beschlossen, und zwar am
29. und 30. Juni

3
Die Mehrzahl der erschienenen Mitglieder stimmte für Freibier zum diesjährigen
Feste. Es soll dieserhalb der Antrag beim Landrat gestellt werden. Andere
alkoholische Getränke sollen in der Halle nicht verabreicht werden.

4
Die Jahresbeiträge müssen bis zur nächsten Versammlung im Mai entrichtet werden.

5
Betreffs Gelagsbeiträgen wurde folgendes beschlossen:
Sämtliche Mitglieder müssen sich am Feste beteiligen, wenn nicht ein wichtiger
Grund vorliegt.
Es bezahlen: Mitglieder über 60 Jahre sind frei.
Von 50 - 60 Jahre 8.- MK
Unter 50 Jahre 10.- MK
Mitglieder welche aus wichtigen Gründen nur 1 Tag am Feste teilnehmen können,
sollen ¾ des vollen Gelagsbeitrages bezahlen.
Genaue Beiträge sollen der Versammlung im Mai vom Vorstand vorgelegt werden.
Im übrigen wird es dem Vorstand überlassen, in besonders triftigen Gründen den
Beitrag zu ermäßigen.

6
Das Opferschießen findet Sonntag, den 20. 3. gleich nach dem Hochamt im
Vereinshause statt.

Wilhelm Wiethoff
Josef Schulte





Niedersalwey, den 19. Juni 1938

In der für heute anberaumten Generalversammlung wurde folgendes verhandelt
und beschlossen:

1
Das Aufsetzen des Vogels geschieht wie in den Vorjahren, am Vorabend des Festes.

2
Zu Stimmzählern wurde ernannt Herrmann Weber und Franz Wiethoff.
61 Mitglieder waren erschienen. Der Wirt muß für ordentliche Getränke sorgen.
Bier wird nicht vorgeschrieben.

3
Die Wirtschaft wurde Wiethoff Niedersalwey zum Gesamtpreis von 500.- MK
übertragen.

4
Das Schmücken und Reinigen der Halle wurde dem Mindestbietenden Franz
Schrage Obersalwey zum Preis für 8.- MK übertragen.





Niedersalwey, den 24. Juli 1938

In der heute anberaumten Generalversammlung wurde folgendes verhandelt
und beschlossen:

1
Die Rechnungslage schließt ab in

Einnahme mit 980,20 MK
Ausgabe mit 899,69 MK
Kassenbestand 80,62 MK

2
Bei der Prüfung der Rechnungen und Belege hat sich nichts Wesentliches zu
erinnern gefunden. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt.

Josef Schulte






Niedersalwey, den 5. 3. 1939

In der für heute anberaumten Generalversammlung wurde folgendes verhandelt
und beschlossen:

1
Als Schießwart wurde anstelle von Johann Schulte, Josef Müller Niedersalwey
ernannt. Derselbe soll auf Kosten des Vereins einen 3 tägigen Kursus mitmachen.

2
Der Vereinsführer erstattete Bericht über die Tagung der Schützenvereine in
Meschede. Es wurde einstimmig beschlossen, eine Fahne in Kürze zu beschaffen.
Das weitere wird dem Vorstand überlassen.

3
Die Feier des Schützenfestes wurde einstimmig beschlossen, und zwar am 29. und 30.
Juni. Der Jahresbeitrag für 1939 soll bis zum April durch die Offiziere einkassiert
werden. In der Versammlung im Mai soll die Schenke öffentlich verpachtet werden.

Josef Schulte






Niedersalwey, den 4. Juni 1939

In der für heute anberaumten Schützenversammlung wurde folgendes verhandelt und
beschlossen.

1
Die Wirtschaft zum diesjährigen Feste wurde Franz Hoffmann Niedersalwey
übertragen, zum Preise von 520,- MK.

2
Die Eintrittspreise für Fremde kosten pro Tag 1,20 MK.

3
Mitglieder bezahlen das selbe wie Fremde.

4
Das Schmücken und Reinigen der Halle wurde dem Mindestbietenden Joh. Tillmann
Niedersalwey übertragen zum Preise von 10,- MK.

5
Es wurde einstimmig beschlossen, die Vogelstange auf dem Gemeindegrundstück
am Fuße der Homert aufzustellen.

6
Der Zeitpunkt des Vogelaufsetzens soll durch Anschlag bekanntgegeben werden.

Josef Schulte






Niedersalwey, den 20. 6. 1939

In der heute anberaumten außerordentlichen Versammlung wurde folgendes
verhandelt und beschlossen.

1
Es wurde beschlossen, den Jahresbeitrag von 1,50 MK auf 2,00 MK zu erhöhen.
Die Eintrittskarte zum Feste kostet für Mitglieder für beide Tage 1,00 MK.
Die Jahresbeiträge sollen vor dem Feste eingesammelt werden.

2
Zwecks Aufstellung der Vogelstange wurde folgendes beschlossen:
Der Grundeigentümer Anton Kaiser verpflichtet sich, einen 2,- m breiten Weg
zur Vogelstange zur Verfügung zu stellen, zum Preise von 25,- MK jährlich.
Die erste Aufstellung des Zaunes übernimmt der Verein. Unterhaltung und erforderliche spätere Erneuerung des Zaunes übernimmt Anton Kaiser.
Eine Haftung für Flurschäden kommt von Seiten des Vereins nicht mehr in Frage.
Der Grundeigentümer Anton Kaiser erkennt durch seine Unterschrift des
Protokolls vorstehenden Beschluß an. Die Nutzung des Weges hat der Eigentümer.

3
Zum Fahnenträger wurde Franz Tolle ernannt.

Josef Schulte
Anton Kaiser






Niedersalwey, den 13. August 1939

Inder für heute anberaumten Generalversammlung wurde folgendes verhandelt
und beschlossen:

Punkt 1 Rechnungslage

Die Rechnungslage schließt ab

in Einnahme mit 1346,67 MK
in Ausgabe mit 1273,03 MK

Mithin Bestand 73,07 MK

2
Bei der Prüfung der Rechnungen und Belege hat sich nichts Wesentliches zu
Erinnern gefunden.

Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt.


IV Kebbekus